Gesellschaft

Danke für eure Arbeit!

2. Februar 2016

Nachdem ich in den letzten Wochen vermehrt negative Erfahrungsberichte über Kitas gelesen hab (u. a. “hier” und “hier” ), dachte ich, es ist an der Zeit mal etwa positives zur Diskussion beizutragen. Das soll aber nicht bedeuten, dass ich die erwähnten Erfahrungen nicht ernst nehme oder relativieren möchte. Ich bin selbst schockiert, dass solche Dinge, wie sie geschildert wurden, noch immer in vielen Einrichtungen gang und gäbe sind.

Danke! Danke für euren täglichen Einsatz und euer Engagement. Auch wenn es nicht immer einfach mit uns Eltern ist, so habt ihr doch stets ein offenes Ohr für uns und steht bei Problemen an unserer Seite. Ihr geht auf uns ein so gut ihr es könnt. Dafür möchte ich mich bei euch bedanken. Wir können von Glück reden einen Platz in einer Einrichtung wie unserer bekommen zu haben. Seit Jahren besucht unser Kinder nun schon diese Kita. Und seit Jahren fühlt es sich dort wohl. Schon der erste Eindruck war mehr als vielversprechend. Das Konzept, die Ausstattung und das Personal haben uns von Anfang an überzeugt. 

Danke

Wir haben uns damals für eine frühzeitige Aufnahme unseres Kindes entschieden. Ein komplettes Babyjahr kam für uns nicht in Frage. Zum einen, weil ich mein Studium wieder aufnehmen wollte und zum anderen weil es keine finanziellen Alternativen gab. Aus diesem Grund war die Qualität der Betreuung umso wichtiger. (Generell sollte Kinderbetreuung natürlich qualitativ hochwertig sein, bei Babies ist aber vor allem die Bezugsperson von Bedeutung!) Noch während ich schwanger war, stellte ich den Antrag in der Kita. Ich muss an dieser Stelle zugeben, dass ich mich gar nicht nach Alternativen umgesehen habe. Zu dem damaligen Zeitpunkt habe ich mich kaum mit Kinderfremdbetreuung und ihren konzeptionellen Unterschieden auseinandergesetzt. Das scheint aus heutiger Sicht ein wenig naiv. War es auch! Kinderbetreuung durch Andere sollte gut überlegt und ausgesucht werden. Wir hatten Glück, dass bei uns alles so gut geklappt hat! Das erste Kennenlernen mit der Bezugserzieherin und den anderen Erziehern der Gruppe erfolgte somit noch vor der Geburt des Kindes. Auch hier hatten wir gleich zu Beginn ein gutes Gefühl. Als dann die Eingewöhnung losging, bekam ich dann auch einen Einblick in die Abläufe und die Arbeit der Betreuer. Insgesamt dauerte unsere Eingewöhnungszeit drei Wochen. Während dieser Zeit wurde sehr behutsam mit mir als Mutter und auch mit meinem Kind umgegangen. Uns wurde die Zeit eingeräumt, die wir brauchten um uns an die Umstände zu gewöhnen. Denn Eingewöhnung ist nicht nur für das Kind da. Sondern auch für die Eltern, die lernen müssen ihr Kind loszulassen und zu vertrauen, wenn sie es in fremde Hände geben. Keine abwertenden Kommentare, die auf Überbehütung anspielten. Keine komischen Blicke wenn man doch noch nicht bereit war das Kind abzugeben. Stattdessen Verständnis! Die Eingewöhnung verlief bei uns problemlos. Und auch die Zeit danach war recht unauffällig. Wir bekommen täglich (ohne Fragen zu müssen) bei der Verabschiedung ein Feedback, wie unser Kind den Tag erlebt hat. Für mich persönlich sehr wichtig, denn immerhin verbringt das Kind einen Großteil seiner Zeit in der Kita. Da möchte ich schon gerne wissen wie. Aus Gesprächen mit befreundeten Eltern weiß ich, dass das nicht selbstverständlich ist. Es gab bei uns öfters mal die Situation, wo auf mindestens einer Seite Redebedarf bestand. Als unser Kind innerhalb der Kita die Gruppe entsprechend der Altersaufteilung wechselte, kam es kurz danach zu einigen Erzieherwechseln. Die meisten Kinder freuten sich auf den bevorstehenden Gruppenwechsel. So auch unseres. Es war stolz endlich zu den “Großen” zu gehören. Als wir uns endlich nach einigen Wochen in der Gruppe zurechtfanden, stand allerdings schon wieder eine große Veränderung bevor. Die Erzieherin unseres Kindes fiel krankheitsbedingt aus. Und das sehr lange. Ein Ersatz war schnell gefunden. Glücklicherweise haben wir uns gut und schnell aneinander gewöhnt. Allerdings waren wir mit der Kommunikation der Umstände weniger zufrieden. Wir haben erst sehr spät von dem Erzieherwechsel erfahren. Letztendlich hätte ein früheres Gespräch nichts an der Situation geändert, aber ein wenig mehr Vorlauf hätte uns als Eltern gut getan. Wir haben unseren Unmut darüber aber offen angesprochen und hofften auf Verständnis. Das bekamen wir auch. So wie eine Entschuldigung. Am wichtigsten war aber, dass sich unser Kind  mit den Neuerungen wohl fühlte. Das tut es! Es geht sehr gern in die Kita.

Bisher wurden unsere Anliegen immer mit der notwendigen Ernsthaftigkeit behandelt. Selbst bei Kleinigkeiten! So gab es vergangenen Sommer eine konkrete Situation, die uns als Eltern sehr beschäftigt hat. Wir brauchten einen kompetenten pädagogischen Ansprechpartner. Und den fanden wir auch sofort in der Bezugserzieherin unseres Kindes. Noch am gleichen Tag konnte ich während der Mittagspause zum Gespräch in der Kita vorbeischauen. Ich ging mit dem Gefühl nach Hause, dass wir als Eltern ernst genommen wurden und unser Anliegen mit der notwendigen Diskretion behandelt wurde. Grundsätzlich funktioniert die Kommunikation in unserer Kita zwischen Eltern und Erziehern sehr gut. Allerdings gibt es auch hier, wie überall, Ausnahmen. Wir haben bisher immer alles angesprochen, was uns gestört hat.  Denn man muss dem Gegenüber ja auch die Chance geben Dinge zu ändern. Bisher hat das immer sehr gut funktioniert. Zusammenfassend können wir als Eltern sagen, dass die kleinen Probleme, die hin und wieder auftraten, fast ausschließlich die Kommunikation zwischen Eltern und Personal betraf. Der Umgang mit den Kindern, die Tagesgestaltung sind qualitativ sehr hochwertig. Ich sehe mein Kind in guten Händen.

Wir sind mit der Arbeit unserer Kita mehr als zufrieden. Und vor allem dankbar, dass es sie gibt. Wir sagen Danke an euch Erzieher, die ihr jeden Tag aufs Neue unseren Kindern einen schönen Tag bereitet und die Trennung von den Eltern so angenehm wie möglich gestaltet. Wir sagen Danke dafür, dass ihr einen Beruf gewählt habt, der nicht immer die Anerkennung bekommt, die er verdient hat. Wir als Eltern wissen eure Arbeit sehr zu schätzen. Für uns und unser Kind seit ihr nicht  einfach nur “Dienstleister” sondern ein zweites zuhause. Danke, dass ihr es so schön macht!

 

 

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